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Alte Käsereien

Die beiden ehemaligen Käserei-Gebäude Albisstrasse Nummer 7 und 9 stehen zwischen den Dorfzentren Hausen und Heisch. Am jüngeren Gebäude Nummer 7 ist der Schriftzug „Käserei" immer noch vorhanden. Es versah seinen Dienst als Milchsammelstelle, Käserei und Ladenlokal bis 1998. Seither wird die Milch auf den Bauernhöfen abgeholt.

Im älteren Käserei-Gebäude Nr. 9 arbeitete von 1982 bis 1992 Otmar Gutmann, der kreative Erfinder der bekannten „Pingu"-Filme. Er wurde von seinem engsten Mitarbeiter Gerald Mücke und weiteren Personen unterstützt.

Albisstrasse 7
Bis 1998 brachten in unserer Gemeinde die Landwirte die Milch in die Sennerei oder „Chääsi“. Um 1960 wurde von 21 Bauernhöfen aus Hausen und Heisch die Milch hier abgeliefert, pro Tag rund 2500 kg. Der Käser Paul Stucki sowie dessen Angestellter und Nachfolger, Franz Hess-Stucki, verarbeiteten täglich die Milch in zwei grossen Käsekesseln zu zwei Laib Emmentaler. Die wässrige Rest-flüssigkeit, Molke oder Schotte genannt, verfütterte man bis 1983 den etwa 150 Mastschweinen, die im Stall, dem heutigen Wohnhaus Nummer 11, gehalten wurden. Neben dem Käserei-Raum war der Laden mit Schaufenster, wo man Milchprodukte kaufen konnte. Auf ihrem Gang zur Hütte hatten viele Kunden ein Milchkesseli dabei, um die offen ausgeschenkte Milch darin heimzutragen.

Das Parterre an der Zugerstrasse 7 ist vermietet zur Nutzung als Schmuckwerkstatt und als Reparaturwerkstatt für Oldtimer-Autos und -Motorräder.

Albisstrasse 9
Die Räume des älteren Gebäudes Nr. 9 (ohne Obergeschoss) wurden von 1982 bis 1992 vom Animationsfilmer Otmar Gutmann (1937–1993) als Trickfilmstudio genutzt.
Gutmann wurde von seinem engsten Mitarbeiter Gerald Mücke und weiteren Personen unterstützt, welche sich um die Figuren, die Requisiten und Landschaften kümmerten. Gutmanns Held in den Trickfilmen für Kinder war „Pingu“, ein junger Pinguin, der mit seiner Familie am Südpol wohnte. Die Figur hatte einen Kern aus Styropor, darüber Haut und Kopf aus Plastilin. „Otmar Gutmann wollte Geschichten auf Augenhöhe mit den Kindern erzählen. Er wollte keine Gewalt oder künstliche Helden-Abenteuer zeigen, sondern den Alltag“, erinnert sich sein Mitarbeiter Gerald Mücke. Pingu wurde zum Bestseller. Bis 1998 entstanden 104 TV-Folgen. 1992 verliess der Künstler mit seinem Trickfilmstudio unsere Gemeinde.
Von 1992 bis 2020 wurden die Räume von der Offset-Druckerei Furrer benutzt.
Seit 2021: Bio-Laden der „Genossenschaft Tante Emmer“.

Standort