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Modewaarenhandlung

Dieses Haus wurde 1880 erbaut, damals mit dem Haupteingang zur Strasse hin. In einem Laden im Erdgeschoss wurden lange Zeit Ansichtskarten für die Kurgäste der Kaltwasser-Heilanstalt Albisbrunn gedruckt und verkauft. Man konnte sich hier mit Papeterie-Waren eindecken und sogar modisch einkleiden lassen.

Zur Zeit des Kurbetriebs dienten gewisse Zimmer im ersten Stock als Dépendance für Gäste des Kurhauses Albisbrunn.

Ab 1928 war im nördlichen Anbau, ab 1984 im ganzen Parterre bis 2010 eine Filiale der Zürcher Kantonalbank untergebracht.

Dorf-, Modeladen und Druckerei

Das Haus war ab etwa 1910 im Besitz der Familie Bickel. Hier konnte man Papeterie- und andere Artikel kaufen. Daneben hatte Louisa Bickel ein modisches Flair und führte eine Kleider- und Mode-Abteilung. Ihr Mann hatte sich auf der Nordseite des Hauses in einem eingeschossigen Anbau eine kleine Druckerei eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Laden liquidiert werden.

Die Filiale der Zürcher Kantonalbank

Eine sogenannte Einnehmerei der Zürcher Kantonalbank gab es in der Gemeinde schon seit den 1880er-Jahren. Zu jener Zeit hatte der Leiter einer solchen Einrichtung ein separates Zimmer bzw. einen eigenen Schrank für die Bankgeschäft in seiner Wohnstube. In Heisch führte zuerst Lehrer Aufenast eine Bankfiliale. Als er 1891 starb, bewarb sich seine Tochter Anna Aufenast für den Posten. Weil sie noch für ihre Mutter sorgen musste, war das ein Grund für die Leitung der ZKB, erstmals eine Frau an diese Stelle zu wählen.

Die nächste Einnehmerei war wieder in Heisch, nämlich im Wohnhaus der Familie Thöni-Bär an der Heischerstrasse 29a. Dort besorgte bis in die ersten Nachkriegsjahre Fräulein Elsa Bär die Bankgeschäfte in einem kleinen Zimmer im Erdgeschoss des Hauses.
In der Folge wechselte die Bankfiliale an die Zugerstrasse 6. Sie befand sich zunächst im nördlichen Anbau, der ehemaligen Druckerei von Herrn Bickel.
Als erster Filialleiter sass Herr Fluck hinter dem Schalterfenster, ein vorzeitig pensionierter Lehrer. Wer einen grösseren Geldbetrag abheben wollte, wurde allen Ernstes gefragt: „Jä, bruuched Si würkli so vill? S'nöchscht Mal dänn wider öppis bringe! Adie!“

Die Bankfiliale blieb im Anbau bis 1984. Damals wurde das ganze Erdgeschoss zu einer wesentlich grösseren Filiale ausgebaut. Filialleiter waren zunächst Hans Peter Landolt und später René Hess. Unter dessen Leitung wechselte die ZKB-Filiale schliesslich an die Ebertswilerstrasse 1 und war dort in Betrieb von 2010 bis 2020.

Standort