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Katholische Kirche

Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde 1977 geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Sie gehört zur Katholischen Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten. Auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Vollenweider wurde in einheitlicher Bauart die Kirche samt Unterrichtsräumen und Pfarrhaus gebaut von Architekt Albert Müller. Die vier Glasfenster über dem Altarbezirk stammen von Dea Murk. Ambo, Altar und Tabernakel aus Eichenholz wurden von der ortsansässigen Künstlerin Ursula Seleger-Hansen gestaltet. Den Taufstein sowie den Grundstein der Kirche schuf Josef von Wyl.

Die Vorgängerin der heutigen Kirche war die Herz-Jesu Kapelle mit Baujahr 1910. Das Gebäude, heute mit ockerfarbiger Fassade, sehen wir an der Ebertswilerstrasse 25. Auf dem Dach entdeckt man ein kleines Glockentürmchen, dessen Glocke heute im Turm vor uns hängt, zusammen mit zwei grösseren „Schwestern".

Die Geschichte des Marienglöckleins
Eine spannende Geschichte erlebte die kleine Glocke, die bis 1977 im Türmchen der Kapelle geläutet hat. Bereits im Jahre 1499 wurde sie als Marienglöcklein von der Firma Füssli in Zürich Unterstrass gegossen. Sie hing für gut 400 Jahre als kleinste Glocke im Turm der heute reformierten, (ursprünglich natürlich katholischen) Dorfkirche von Hausen.

Bei der Kirchturm-Renovation der ref. Kirche von 1905 sollte das alte Geläute eingeschmolzen werden. Der Hausemer Seidenfabrikant Theophil Zürrer konnte sich nicht damit abfinden, dass die kleinste Glocke, die er als Bub oft selber geläutet hatte, eingeschmolzen werden sollte. Er versuchte auf verschiedenen Wegen, das Glöcklein für Hausen zu erhalten, jedoch ohne grosses Verständnis seitens der Kirchgemeinde. Die Sache zog sich hin, und bereits waren die alten Glocken in der Giesserei in Aarau, wo neue daraus gegossen werden sollten. Im letzten Moment gelang es Zürrer, die kleinste von ihnen vor dem Einschmelzen zu bewahren, denn der Plan einer katholischen Kapelle in Hausen war ihm zu Ohren gekommen. Zürrer kaufte die Marienglocke zurück und schenkte sie der katholischen Kirchgemeinde. Fürs Kopfschütteln und Unverständnis in reformierten Kreisen brauchte er natürlich nicht zu sorgen!

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