Die bis zur Reformation katholische Kirche besteht in ihrer heutigen Grösse und äusseren Form seit 1751. Ein traditioneller Käsbissenturm gehörte dazu.
Der Turm wurde im Jahr 1905 als nicht mehr zeitgemäss befunden und abgebrochen. Man ersetzte ihn durch einen Turm im neugotischen Stil. 1968 wiederum empfand man den verschnörkelten Turm als veraltet. Die äussere Form wurde gestrafft und zum heutigen Turmhelm umgestaltet.
Das Pfarrhaus, ein schöner stattlicher Riegelbau, wurde 1685 gebaut. Es ist das zweite Pfarrhaus in Hausen. Der Vorgänger-Bau von 1494/95, ein Bohlenständerhaus, mit Schindeln gedeckt, sollte in den 1680er-Jahren einem Neubau weichen. Das alte Haus wurde von der Familie Frick gekauft, in seine Bestandteile zerlegt, in die Vollenweid transportiert und dort 1685 wieder aufgebaut.
Auf der Albis-Seite des Pfarrhauses stand früher ein Waschhaus, dessen Inneres in den 1960er-Jahren umgebaut wurde zur sogenannten Zwingli-Stube, einem Raum für Unterricht, für Sitzungen und gemütliches Beisammensein.
Weil wir in unserem Archiv sehr viele Bilder und Fotos der beiden Kirchen haben, sind hier nur einige wenige aufgeführt.
Alle im Internet aufgeschalteten Bilder und Fotos finden Sie unter der Kategorie "Kirchen: reformierte und katolische Kirche", bzw. den Nummern K7xxx und K75xx.
Die Anfänge der Kirchgemeinde
Die Einwohner von Hausen und Kappel waren lange Zeit Mitglieder der Kirchgemeinde Baar. Wie archäologische Grabungen zutage förderten, gab es in Hausen zwar schon um 1250 eine romanische Kirche, aber keine eigene Pfarrstelle. Deshalb erstrebten die Hausemer die Abspaltung von ihrer Mutterpfarrei. Zwischen 1491 und 1494 erbauten sie auf eigene Kosten ein spätgotisches Gotteshaus. Und drei Jahre später stifteten sie auch eine eigene Pfarrstelle, angeblich mit päpstlicher Bewilligung. Damit hatten sie ihr Ziel beinahe erreicht. 1497 wurde die Loslösung von Baar bestätigt. Jedoch gab es erst zur Zeit der Reformation eine befriedigende Lösung, indem ab 1530 auf Anordnung des Zürcher Rats der Schulmeister des Klosters Kappel verp ichtet wurde, die Pfarrei Hausen zu betreuen. Wer als Erster diesen neuen Dienst versah, war der ein ussreiche Reformator Heinrich Bullinger, der in Hausen öffentliche Predigten hielt.
Die bauliche Geschichte der Kirche
Bauliche Veränderungen an der Kirche gab es 1751, als ein Teil des spätgotischen Gebäudes abgebrochen und von Baumeister David Morf neu errichtet wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielten sowohl die Kirchgemeinde als auch die politische Gemeinde einige sehr grosszügige Spenden und Legate. Die Geldgeber
waren Händler und Kau eute, die im In- oder Ausland zu grossen Vermögen gekommen waren. Im Dorf entstand der Wunsch, die Kirche zeitgemäss mit neuen Zierblättern, einem neuen Geläut und im Innern mit einer neuen Orgel auszustatten. Ferner beschlossen die Mitglieder der Kirchgemeinde nach hitziger Diskussion, der Käsbissen-Kirchturm solle abgebrochen und an seiner Stelle ein Turm in neugotischem Stil, mit Spitzhelm, errichtet werden.
1968 wiederum empfand man den Turm mit seinen baulichen Schnörkeln als veraltet. Die äussere Form wurde gestra t und vereinfacht.
1969 wurde der Innenraum der Kirche umgestaltet. Anstelle der alten Sitzbänke
in Richtung Nordosten wurden neue Stuhlreihen auf die einfache Kanzel und den Taufstein im Nordwesten ausgerichtet. Ein neues Element im Innenraum ist der 1973 von Lissy Funk gestaltete Wandteppich, der von zahlreichen Frauen aus dem Dorf in freiwilliger Heimarbeit ausgeführt wurde. Das Leuchtkörper-System an der Decke stammt aus derselben Zeit. Die Orgel be ndet sich auf der Empore im Südwesten.
Die Geschichte des Pfarrhauses
Das erste Pfarrhaus von 1494/95 war ein mit Schindeln gedecktes Bohlenständer- Haus. Es sollte in den 1680er Jahren einem Neubau weichen.
Das alte Haus wurde von der Familie Frick gekauft, in seine Bestandteile zerlegt und in die Vollenweid transportiert. Dort wurde es 1685 wieder aufgebaut und diente weiterhin seinem alten Zweck. Manche Generation der Familie Frick hat es noch bewohnt, bis es in den 1930er-Jahren, nach einem verheerenden Unwetter, durch ein neues Haus ersetzt werden musste.
Das heutige Pfarrhaus in Hausen, ein schöner stattlicher Riegelbau, wurde 1685 gebaut. Es ist somit das zweite Pfarrhaus in Hausen.
Hinter dem Pfarrhaus stand früher ein Waschhaus, dessen Inneres in den 1960er-Jahren umgebaut wurde zur so genannten Zwingli-Stube, einem Raum für Unterricht, für Sitzungen und gemütliches Beisammensein.
ref Kirche, Julius Rieter
1875 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Julius Rieter (1), Rs
1875 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche Käsbissen-Gruss aus Ebertsweil 1889
1909 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche mit „Gruss aus Ebertsweil“, Rs
1899 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Schulhausstrasse mit Familie
1900 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche mit altem Schulhaus li. und Pfarrhaus re.
vor · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche über Chratz (1)
1904 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Eingang
1905 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Studien zum Turmumbau
1904 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, eingerüstet, von Schulhausstrasse aus, Turmspitze nahe
1905 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
reformierte Kirche eingerüstet 1905
1905 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche mit Spitzhelm, Eingang
1912 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Eingang+Türe
vor · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Renovation des Kirchturms
2016 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Renovation des Kirchturms, Flugaufnahme
2016 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche
ref Kirche, Renovation des Kirchturms
2016 · Kirchen: reformierte und katholische Kirche