Im Jahr 1957 bezog die ehemalige Magnet AG das Büro- und Fabrikgebäude. Die im Volksmund „Magneti" genannte Firma war weit herum bekannt für die Herstellung von Komponenten zur elektromagnetischen Steuerung von Bremsen und Kupplungen, von Getriebemotoren, elektrischen Tür- und Haftmagneten usw. Diese Spezialmagnete wurden in die ganze Welt exportiert.
Die Übernahme der Magnet AG durch die Kendrion GmbH und die Verlagerung der Produktion nach Deutschland führte ab 1997 zu einem allmählichen Stellenabbau. 2006 stellte Kendrion den Betrieb in Hausen ein. Die ehemalige Fabrik-Liegenschaft dient heute als Büro und Werkstätte verschiedener KMUs.
Die Herstellung von Magneten begann im Jahr 1947. Heinrich J. Wipf hatte einen kleinen industriellen Betrieb zur Herstellung von Magnetteilen in der stillgelegten Seidenweberei Schärer in Ebertswil eingerichtet. 1954 trat Erika Arnold in die Firma ein, die sich ein Jahr später mit Heinrich Wipf vermählte.
Nach dem Tod des Firmengründers im Jahre 1969 übernahm Erika Wipf-Arnold die Geschäftsführung des Betriebs in Hausen und der Partnerfirma in Deutschland. Mit Erfolg und grossem Geschick hatte sie die Leitung bis 1999 inne.
Von Stolz erfüllt waren gewiss Leitung und Belegschaft der damaligen MAGNET AG, nachdem den Amerikanern am 20. Juli 1969 erstmals die Landung von Menschen auf dem Mond gelungen war. Alle wussten: In den Fotoapparaten der Marke Hasselblad, die von Armstrong und Aldrin benützt wurden, waren Magnete aus Hausen eingebaut, welche für jedes Bild die Auslöse-Mechanik betätigten.
Albisstrasse 26, ehem Magnet A, Binder-Kendrion, Flugaufnahme
ca 1965 · Fabrikareale (Hausen+Ebertswil)
Albisstrasse 26, Magnet AG
1980 · Fabrikareale (Hausen+Ebertswil)
Albisstrasse 26, Magnet AG, Typenschild
1980 · Fabrikareale (Hausen+Ebertswil)
Magnet AG auf dem Mond
1969 · Gebäude, ohne Post Hausen und Ebertswil, Albisbrunn und Restaurants
Apparate-Schild von Kendrion, ehemalige Magnet AG, Albisstrasse 26
2010 · Gebäude, ohne Post Hausen und Ebertswil, Albisbrunn und Restaurants